Patienten-Info

Ist jeder Mensch hypnotisierbar?

Nahezu jeder Mensch ist hypnotisierbar, sofern man ihm nicht eine Methode überstülpt, die ihm nicht entspricht, sondern ihm erlaubt, seinen eigenen, persönlichen Weg in Hypnose und wieder hinaus zu gehen. Es kommt also auf die Flexibilität und Möglichkeit des Hypnotherapeuten an.

Was passiert bei einer Hypnosebehandlung?

Hypnose wird normalerweise in Einzelsitzungen durchgeführt. Die Behandlung beginnt mit einem vertrauensvollen Gespräch und Informationen zur Wirkungsweise der Hypnose. Etwaige Fragen können geklärt werden und das Ziel der Behandlung herausgearbeitet werden. Während der Behandlung kann der Patient/die Patientin liegen oder sitzen. Mit verschiedenen Techniken wird nun die Hypnose eingeleitet. Mit ruhiger gleichmäßiger Stimme wird beispielsweise aufgefordert in ein Licht zu schauen, oder einen Punkt oder Gegenstand zu fixieren, auf ein Pendel zu achten, das im Gesichtfeld hin und her pendelt oder eingeladen auf eine innere Reise zu einer schönen Erinnerung zu gehen.
Anschließend gibt es wiederum verschiedene Techniken den hypnotischen Zustand zu vertiefen. So kann zum Beispiel die Aufmerksamkeit auf das Gewicht einer Hand oder eines Armes gelenkt werden. Hebt er sich in typischer Weise ohne willentliche Anstrengung des Patienten, ist das ein deutliches Zeichen für einen vertieften hypnotischen Zustand.

Zur Behandlung, also der eigentliche Nutzen der Hypnose, stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Deren Einsatz hängt sehr vom eigentlichen Problem bzw. vom gewünschten Ziel ab. Es könnten gezielt, formelhaft heilsame Sätze im Unterbewusstsein verankert werden. Oft wird jedoch mit inneren Bildern gearbeitet, da bildhafte Symbole in der Hypnose verstanden werden, die jedoch das Wachbewusstsein nicht entschlüsseln kann. So werden Metaphern und symbolhaltige Geschichten eingesetzt und unterlaufen das logische Denken.

In Hypnose ist es möglich, eine frühere traumatische Erfahrung zu reaktivieren und die fehlende Bewältigung nachzuholen. Positive Erfahrungen können verstärkt und mit Problemsituationen gekoppelt werden, um neue Möglichkeiten zu erschließen und für eine künftige Lösung zu aktivieren.
Der Rahmen dieser Information würde bei weitem gesprengt, würde man die Fülle der Möglichkeiten, therapeutischer Hypnosearbeit darstellen.

Am Ende der Sitzung wird der hypnotische Zustand mit gezielten Anleitungen gelöst. In der Regel wird mit einer Zahlenfolge herausgezählt und jede Zahl unterstützend mit Aufforderungen. Zum Beispiel, tief einzuatmen, sich zu bewegen oder die Augen zu öffnen und sich frisch und aktiv zu fühlen.

Die Tiefe einer Hypnose hat nichts mit dem therapeutischen Erfolg zu tun. Viele Menschen glauben, die Arbeit mit ihnen sei unwirksam, wenn sie während der Hypnose nicht völlig „abtreten“. Später sind sie dann gewöhnlich freudig überrascht, wenn sich unabhängig von der Tiefe der Trance, die sie erreicht haben, in ihrem Leben positive und oft auch erstaunliche Veränderungen einstellen.

Wann ist Hypnose besonders hilfreich? Hypnose ist ein sehr effektives Verfahren. Die Wirksamkeit ist in über 100 kontrollierten Studien belegt. Die Effektivität ist dokumentiert bei psychischen Störungen, bei Ängsten, bei psychosomatischen Beschwerden wie z.B. Asthma oder Schlafstörungen, bei Krankheiten zur Unterstützung des Heilungsprozesses, bei Allergien, Phantomschmerzen, Migräne, sexuellen Problemen, bei Suchterkrankungen (Rauchen etc.), zur Gewichtreduzierung, bei Ohrgeräuschen (Tinnitus), bei Reizdarm/Reizmagen, bei Schmerzen.

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Wie lange dauert eine Sitzung? Die gesamte Behandlung?

Eine Sitzung dauert 50 bis 90 Minuten. Je nach Problemstellung werden zwischen vier und 20 Behandlungen, jeweils einmal wöchentlich durchgeführt. Auch eine einzelne Behandlung kann zur Besserung von Beschwerden beitragen.

Was kostet eine Hypnosesitzung?

Zwischen 50 Euro und 120 Euro

Gibt es Risiken und unerwünschte Wirkungen?

Eine richtig durchgeführte Hypnose ist gefahrlos. Niemandem kann gegen seinen Willen etwas suggeriert werden.
Es können in einer therapeutischen Hypnose, durch die Herabsetzung der Wachkontrolle, dramatische Erinnerungen auftauchen und heftige Reaktionen auftreten. Es ist die Aufgabe des Hypnotherapeuten diese Reaktionen anzunehmen, zu unterstützen und eine Bewältigung einzuleiten. In der Regel wird hinterher positiv von einer Erlösung oder Befreiung berichtet.

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Fallbeispiele

Alkoholprobleme

Herr F. kam auf Anraten seiner Frau zu mir in die Praxis. Er solle seine Alkoholproblematik mit Hypnose in den Griff bekommen.
Herr F., ca. 43 Jahre alt, ein eher gemütlicher freundlicher Mann, Vater einer Tochter und beruflich zufrieden, trank jeden Abend allein eine Flasche Wein.
Seine Frau ging abends immer etwas früher ins Bett. Die Zeit bis zum eigenen Schlafengehen nutzte Herr F. um seinen Wein zu trinken.

Im eingehenden Erstgespräch berichtet Herr F. von seiner Unzufriedenheit in seiner Ehe. Sexuell als auch emotional hatten sie sich weit entfernt.
Nach zwei Hypnosesitzungen, in denen es eher um aufbauende Inhalte (Grenzen einhalten, Selbstwert) ging, entwickelten wir in der Hypnose ideomotorische Signale. Das sind nicht willentlich (unbewusst) gegebene Zeichen, die bei bestimmten Methoden (Techniken) in der Hypnose unbewusste Antworten ermöglichen.
Im Anschluss daran verwendeten wir eine Technik, mit der in der Hypnose auf die Suche nach neuen Möglichkeiten gegangen wird. Neue Möglichkeiten, das „Ziel“, das vorher mit dem Alkoholtrinken erreicht werden sollte, auf anderem Wege zu erreichen.
(Hier werden Möglichkeiten entwickelt, die später auch wirklich umgesetzt und verwirklicht werden. Es geht nicht um Möglichkeiten, die der Therapeut aus seiner Sicht für sinnvoll hält. Der Patient entwickelt auf unbewusster Ebene, neue Wege und Lösungen das „Ziel“ zu erreichen, in diesem Fall, ohne Alkohol trinken zu müssen.)
Beim nächsten Termin, schilderte Herr F. mir dann von heftigen Auseinandersetzungen zwischen ihm und seiner Frau. Streitgespräche wurden geführt. Scheidung stand zur Diskussion. Alkohol trank er nicht mehr.
Nach zwei weiteren Hypnosesitzungen beendeten wir die Behandlung mit dem Resümee: das Behandlungsziel ist erreicht.
Das Ehepaar F. begab sich in eine externe Paartherapie und arbeitete an neuen Umgangsformen und Inhalten für seine Beziehung.
Herrn F. treffe ich gelegentlich beim Einkaufen. Auch nach sechs Jahren lebt er ohne Alkohol oder andere Drogen. Es geht ihm gut. Herr und Frau F. leben immer noch zusammen.

Bei Suchtproblematiken ist sicher nicht jeder Fall so schnell und so erfolgreich zu behandeln wie der oben geschilderte. Jeder Fall ist einzigartig und verlangt eine entsprechende Behandlung und manchmal auch viel Geduld auf beiden Seiten. Es ist jedoch auch bei noch so aussichtslos erscheinenden Fällen möglich, Abhilfe, Linderung oder sogar Symptomfreiheit zu erreichen. Hypnose ist hier eine starke Methode, Veränderungen zu bewirken.

Erektionsstörungen

Ein ca. 50-jähriger Mann, verheiratet, zwei Kinder, beruflich in leitender Situation, leidet seit etwa einem Jahr an Erektionsstörungen.
Geschlechtsverkehr ist nicht möglich. Die medizinischen Abklärungen beim Hausarzt und Urologen blieben ergebnislos. Eine Paartherapie ca. ein halbes Jahr mit wöchentlichen Sitzungen brachte keine Veränderung.

Beim Erstgespräch erzählte er von der großen Verantwortung, die auf ihm lastet, finanziell für die Familie zu sorgen. Er bemerkt außerdem, dass er sich seiner Frau tendenziell unterordnet. Zudem habe sich der berufliche Druck vor ca. einem Jahr noch einmal stark erhöht.

Der Patient konnte sich sehr gut auf die Hypnose einlassen und es gelang schon in der zweiten Sitzung, ihn mit seiner inneren Instanz zur Problemlösung in Kontakt zu bringen. In der dritten Sitzung bekam er Kontakt zu seinem inneren Kind und gab sich die Erlaubnis zu spielen.

Zum vierten Termin kam er und berichtete von wiedererwachter Sexualität, Geschlechtsverkehr mit seiner Frau ist wieder möglich.

So unglaublich dieser Verlauf vor allem im Hinblick auf die Behandlungsdauer auch klingt, zeigt es einmal mehr, wie effektiv Hypnose sein kann. Auch ich bin nach über 12-jähriger Hypnose-Erfahrung von diesen Verläufen immer wieder überrascht und gleichzeitig froh, mit der Hypnose die geeigneten Möglichkeiten zur Verfügung zu haben und helfen zu können.

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Prüfungsangst

Seit sie sich erinnern kann, hat Frau M. Angst vor mündlichen Prüfungen. Ihr Chemiestudium hatte sie zwar abgeschlossen, jedoch überkamen sie vor mündlichen Prüfungen heftigste Angstattacken. Gelerntes, das sonst flüssig und abrufbar zur Verfügung stand, war in diesen Momenten wie ausgelöscht. Sie reagierte auch körperlich, mit Zittern, Schweißausbrüchen und Stottern.
Nun stand ihr erneut eine wichtige mündliche Prüfung in ihrem beruflichen Bereich bevor. Um nicht wieder in diese Angst mit allen Symptomen zu geraten, suchte sie mich in der Praxis auf.

Nach drei Terminen, die viel vertrauensvolle Gespräche und stützende Hypnosen (Selbstvertrauen, Gelassenheit, Ruhe) beinhalteten, unternahm sie beim vierten Termin eine Zeitreise in ihre Vergangenheit. Es ging um die Suche nach einer Auslösersituation, vielleicht sogar die erste Situation, mit der alles begann.
Es gelang ihr diese Situation, diese Zeit zu finden: Im Alter von etwa sechs bis sieben Jahren unternahm sie erste Leseversuche und las auch gerne laut vor. Stolz wollte sie ihr Können ihrem Vater präsentieren. Ihr Vater, (warum auch immer) war ungeduldig und gereizt und schrie sie schließlich laut an, was sie hier rumstottern würde und sie solle doch erst mal richtig lesen lernen.

Sie identifizierte diese Situation als die erste, mit der ihre Angst vor dem lauten Vorsprechen begann und reagierte mit einem heftigen Weinkrampf.
In der selben Hypnosesitzung gelang es ihr, sich diese Situation neu zu gestalten und das, was ihr damals gefehlt hatte, zufließen zu lassen.
Sie begab sich nun mit den neu gewonnenen Erfahrungen und Bereicherungen wieder auf die Reise, Richtung Gegenwart. In jeder Situation in der sie früher mit dieser Angst reagiert hatte, erlebte sie sich nun mit ihrer neu gewonnenen Sicherheit und gestaltete Situation für Situation um.

In der sechsten Sitzung, ein paar Tage vor ihrer wichtigen mündlichen Prüfung, verbanden wir in der Hypnose eine sehr starke positive Erfahrung der Ruhe und Gelassenheit mit einem Druckpunkt an ihrer Stirn. Eine gute Möglichkeit um diese für die Prüfung hilfreichen Gefühle im Bedarfsfall aktivieren zu können.
Sie bestand mit ein wenig Aufregung die mündliche Prüfung.

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TherapeutInnen

Thorsten Kutschera
Arzt/ Kinder- und Jugendpsychiatrie


45359 Essen

thorsten.kutschera@wkp-lwl.org



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Renia Ehlting
Heilpraktikerin f. Psychotherapie
Hypnotherapeutin (LaHN)
info@praxis-ehlting.de
www.praxis-ehlting.de
Mitglied im Verband für therapeutische Hypnose
www.therapeutische-Hypnose.com

Lange Str. 33
27243 Harpstedt

auch Wachmannstr. 71
28209 Bremen

Tel: 04244/91 92 69

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Agnes Hublitz
Diplom Sozialpädagogin
Atem-Sprech- und Stimmtherapeutin
Heilpraktikerin für Psychotherapie
Prozessarbeit nach Arnold Mindell
Craniosacrale Behandlung
Hypnose

Leibnizplatz 3
28199 Bremen

Tel: 0421/53 44 20
www.agneshublitz.de

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Elke Lang
Heilpraktikerin f. Psychotherapie

Mitglied im Verband für therapeutische Hypnose
www.therapeutische-Hypnose.com

Bismarckstr. 38
27749 Delmenhorst

Tel: 04221/12 13 73

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Ingrid Dwertmann
Heilpraktikerin
www.dwertmann-praxis.de
Mitglied im Verband für therapeutische Hypnose
www.therapeutische-Hypnose.com

Hollerallee 67
28209 Bremen

Tel: 0421 / 9869 870 & 0421 / 243 513 72

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Helmut Lutsch

Mitglied im Verband für therapeutische Hypnose
www.therapeutische-Hypnose.com

Ärztehaus am Rotes Kreuz Krankenhaus

Osterstr. 1a
28279 Bremen

Tel: 0421/16 10 01 73

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Ingrid Marondel
Heilpraktikerin f. Psychotherapie

Mitglied im Verband freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und psychologischer Berater e.V. VFP

Am Mühlenbach 29
33818 Leopoldshöhe

www.praxis-marondel.de

Tel: 05208/9580095

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Andrea Matheus
Heilpraktikerin

Auf dem Hohen Ufer 127
28759 Bremen

Tel: 0421/68 04 45
www.andrea-matheus.de
Mitglied im Verband für therapeutische Hypnose
www.therapeutische-Hypnose.com

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Heiko Pust
Heilpraktiker
Hypnotherapeut (LaHN)

Knochenhauerstr. 18
28195 Bremen

Tel: 0421/33 99 744
Fax: 0421/33 99 745
info@heikopust.de
www.heikopust.de
Mitglied im Verband für therapeutische Hypnose
www.therapeutische-Hypnose.com
Mitglied im Berufsverband für Hypnosetherapeuten
www.hypnoseverband.com

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Petra Neels
beratung. coaching. hypnose

Von-Berger-Str. 25
26121 Oldenburg

Tel: +49 (0)441 885 3787
info@petra-neels.de
www.petra-neels.de

Diplom-Pädagogin
Heilpraktikerin Psychotherapie
Klinische Hypnosetherapeutin (ICHP)
wingwave®-Coach (Eilert-Akademie)
NLP-Master (DVNLP)
Energetische Psychotherapie
Entspannungsverfahren

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Viola Kömp
Heilpraktikerin

Mitglied im Verband für therapeutische Hypnose
www.therapeutische-Hypnose.com

Am Kloster 3
29664 Walsrode

Tel: 05161/60 30 334

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Regina Aljes
Heilpraktikerin für Psychotherapie
Coach und NLP Trainer (DVNLP)
Mitglied im Verband freier Psychotherapeuten

Praxen

Lindnerstr. 6
27726 Worpswede

und
Lüdemannweg 30
28865 Lilienthal
Tel: 04792/953283
www.aljes.de

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Praxis für therapeutische Hypnose

Regina Rotermund
Heilpraktikerin

Marktstr. 2
30900 Wedemark

Tel: 05130/97 43 30
www.rotermund-praxis.de
Mitglied im Verband für therapeutische Hypnose
www.therapeutische-Hypnose.com

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Anne Weiß
Heilpraktikerin


Cäcilienring 58
26180 Rastede

Tel: 04402/69 62 10
www.Heilpraxis-weiss.de

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Christiane Widdrat
Heilpraktikerin

Ummersche Heerstr. 14a
38518 Gifhorn

Tel: 05371/74 36 42
www.hypnotherapie-widdrat.de
Mitglied im Verband für therapeutische Hypnose
www.therapeutische-Hypnose.com

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PRAXIS FÜR COACHING, SUPERVISION UND PSYCHOTHERAPIE
(Nach dem HP-Gesetz)

Ulrike Zielfeldt


KARL HILLERSSTR. 15
26871 Papenburg

Tel: 04961-778830
www.praxis-zielfeldt.de

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